3. July 2011 12.17 Uhr

Moderne Composites: Von der Füllung bis zur Krone

Wie verhält sich Komposite im Vergleich zu Amalgam, Gold und Keramik? Zahlreiche Teilnehmer wollten dieser Frage auf den Grund gehen und fanden am 18.06.2011 den Weg in die Arena in Sihlcity, Zürich.

Internationale Top-Referenten spannten den Bogen von der Wissenschaft zur direkten praktischen Umsetzung in der Zahnarztpraxis und präsentierten die Quintessenz der Kompositetechnik.

In der Zahnmedizin wird es zukünftig nicht mehr darum gehen, kleinste Defekte zu reparieren, sondern die Lebensqualität des Patienten zu erhöhen. Eine Kompositrestauration sollte heute mindestens zehn Jahre halten. Ein Verlust geschieht am häufigsten aufgrund einer Restaurationsfraktur oder Sekundärkaries. Um dies vorzubeugen sollten zukünftige Komposite eine heilende Wirkung haben. Fluoride und Phosphate könnten in Nanopartikel eingebracht werden, welche nach und nach an die umliegende Zahnhartsubstanz abgegeben werden um so eine Sekundärkaries vorzubeugen. Auch sollten Komposite eine Bakterien abtötende Wirkung haben und die Schrumpfung soll weiter vermindert werden. Doch auch in Zukunft wird der Behandler den wichtigsten Aspekt in der Prognose einer Füllung bleiben.

Ist eine Anschrägung im Seitenzahnbereich notwendig?

Im Seitenzahnbereich ist eine Anschrägung okklusal nicht mehr zu empfehlen. Mithilfe einer Anschrägung kann zwar ein besseres Ätzmuster erzielt werden, jedoch ist sie auch ziemlich invasiv. Im Frontzahngebiet sollte die Anschrägung zur Verbesserung der Ästhetik weiterhin durchgeführt werden. Unter Belastung ist Komposite stabiler als Keramik und traumatisiert den Schmelz weit weniger. Zudem wird bei einer Kompositerestauration der Kaudruck durch die geringe Steifigkeit des Materials abgepuffert und die Ränder somit weniger belastet.

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